Nach dem Applaus: Start des zweiten Bandes & neue Herausforderungen

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Was macht man, wenn das erste Buch fertig ist? Als Leser wartet man auf das nächste. Als Autor versucht man, den Flow mitzunehmen und direkt mit dem zweiten anzufangen. Im Hintergrund kratzen schon die ersten neuen Charaktere an der Tür, aber die müssen noch warten. Erstmal müssen sich die Etablierten neu sortieren und wieder im Alltag ankommen. Der eine muss wieder fit werden, der andere erstaunt gerade alle. Zusammen haben sie neue Aufträge bekommen – manche im Kleinen und eher nebenbei, andere lebensverändernd. Aber alle machen es gerne, denn es muss sein oder es ist genau ihr Traum. Auch emotional wird es spannend: Zwei Liebende, die sich verloren haben, finden sich wieder. Und zwei, die sich gar nicht gesucht haben, finden überraschend endlich zusammen. Mal sehen, was meine Charaktere noch so für Ideen haben und was sie aus ihrem Leben machen (und mich machen lassen).

4:30 Uhr – Olympische Spiele im Wohnzimmer

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Ja, ich bin Frühaufsteher. Normalerweise stehe ich gegen halb sechs auf, ganz ohne Wecker. Aber unser Kater hatte heute andere Pläne. Er fand, 4:00 Uhr sei die perfekte Zeit für Frühsport – Disziplin: Hürdenlauf mit Möbelrücken. Er dekoriert gerade lautstark das Wohnzimmer um. Jede Strecke, auf der er versucht, einen neuen olympischen Rekord aufzustellen, wird mit einem lauten Miauen kommentiert. Und dann scheppert es. Er schmeißt Dinge runter – schließlich standen sie ihm im Weg. Keine Ahnung, was das war, aber es klang teuer.

Warum einfach, wenn es auch dreifach geht? Ein Einstieg.

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Ein Eintrag über Herz, Verstand, Wut und Struktur

Es wird Zeit, die Türen zu öffnen. Nicht nur zu den fertigen Geschichten, sondern zu der Baustelle dahinter. Denn ich habe festgestellt: Das fertige Buch ist das Ziel, aber der Weg dorthin ist das eigentliche Abenteuer. Dazu gehört auch das schmerzhafte „Kill your Darlings“. Es gibt Charaktere, die plötzlich auftauchen, aber es nie ins Buch schaffen. Nicht, weil sie langweilig sind, sondern weil sie die Geschichte in die falsche Richtung lenken. Ganze Kapitel zu löschen, fühlt sich an wie Code-Refactoring: Es tut kurz weh, aber danach läuft das System besser.

Der Cursor

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Es gibt dieses kleine, nervöse Blinken auf dem Monitor. Es wartet. Es fordert. Als Informatiker füttere ich es mit Logik. Als Autor füttere ich es mit Geschichten. Das Problem ist in beiden Fällen dasselbe: Manchmal starrt man zurück und der Kopf ist so leer wie das Textfeld.

Man fragt sich: Sind die kryptischen Zeichen, die ich hier tippe, genial oder totaler Unsinn? Passt die Syntax? Stimmt der Ton? Die Wahrheit ist: Man weiß es erst, wenn es da steht. Der Cursor hat keine Geduld, und ich habe beschlossen, auch keine mehr zu haben. Schluss mit dem Zögern. Ich tippe einfach drauf los. Fehler beheben – ob Bugs oder Plot-Holes – kann man später immer noch.

Ein Labrador, ein Schuh und eine Sackgasse

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Es läuft nicht immer alles nach Plan. Weder im Leben noch im Roman. Aktuell hängen meine Protagonisten Severin und Bernd in einer ziemlich brenzligen Situation fest: Eine alte Fabrikhalle, draußen nervöse Sicherheitskräfte und drinnen die Menschen, die das System ausgespuckt hat.

Ich weiß genau, was als Nächstes passieren muss: Severin muss zurück in die Zone, an den Laptop, um die Wahrheit über den Insolvenzverwalter zu veröffentlichen. Das „Was“ ist klar. Das „Wie“ ist mein großes Problem. Ich starre auf den Bildschirm und habe einen klassischen Plot-Blackout.

Snippet: Max Nach Training

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Max ist der Star der Fußballmannschaft. Doch ein geheimes Training fordert seinen Tribut – und zwingt ihn zu einer Entscheidung, die den ganzen Schulhof auf ihn aufmerksam macht…

Der Muskelkater war brutal. Jeder Schritt fühlte sich an, als wären seine Gelenke durch rostiges Metall ersetzt worden. Max versuchte, seinen Gang normal aussehen zu lassen, als er in der Pause über den Schulhof auf die Gruppe der Fußballer zusteuerte, aber er wusste, dass es ihm nicht gelang. Er war noch keine drei Meter entfernt, als Klaus’ spöttische Stimme ertönte. „Was läufst du denn heute so komisch, Max? Sieht ja aus, als hättest du ’nen Stock im Arsch.“