Snippet: Max After Training
Max is the star of the soccer team. But a secret training session takes its toll—forcing him into a decision that draws the attention of the entire schoolyard…
Note: The following excerpt is currently available in the original German manuscript only. An English translation is in the works and will be added here soon.
Der Muskelkater war brutal. Jeder Schritt fühlte sich an, als wären seine Gelenke durch rostiges Metall ersetzt worden. Max versuchte, seinen Gang normal aussehen zu lassen, als er in der Pause über den Schulhof auf die Gruppe der Fußballer zusteuerte, aber er wusste, dass es ihm nicht gelang. Er war noch keine drei Meter entfernt, als Klaus’ spöttische Stimme ertönte. „Was läufst du denn heute so komisch, Max? Sieht ja aus, als hättest du ’nen Stock im Arsch.“
Einige der Jungen lachten. Max blieb stehen. Er spürte, wie eine Welle der Erschöpfung ihn überrollte – nicht nur körperlich, sondern eine tiefe, seelische Müdigkeit von diesem ewigen, dummen Spiel.
„Ach, lass mich in Ruhe, Klaus“, erwiderte er missmutig, ohne auf die Provokation einzugehen. Er drehte sich abrupt um und ließ die verdutzte Gruppe einfach stehen.
Sein Blick suchte und fand Leo, der wie immer an der kühlen Ziegelmauer bei den Fahrradständern lehnte. Und zum ersten Mal zögerte Max nicht. Er ging nicht außen herum. Er durchquerte geradewegs die Mitte des Schulhofs, ein offenes Feld, auf dem ihn jeder sehen konnte. Sein steifer, schmerzhafter Gang war eine öffentliche Erklärung.
„Na du, alles okay?“, fragte Leo leise, als Max sich neben ihn an die Mauer sinken ließ.
Max stöhnte leise auf. „Nein“, sagte er und rieb sich den Oberschenkel. „Ich wusste gar nicht, dass an diesen Stellen Muskeln sind.“ Ein wissendes Lächeln huschte über Leos Lippen. Er kannte dieses Gefühl nur zu gut. „Glaub mir, das wird wieder besser“, sagte er. Dann wurde sein Blick ernster, fast verschwörerisch. „Aber du musst zugeben … es ist ein tolles Gefühl, oder?“
Max dachte einen Moment nach. Trotz des Schmerzes war da dieses andere Gefühl: das Gefühl, seinen Körper auf eine völlig neue Weise herausgefordert und benutzt zu haben. Er nickte langsam. „Ja“, gab er leise zu. „Irgendwie schon.“
In diesem Moment klingelte Max’ Handy.