Vorwort

I thought I’d give you a little sneak peek into my upcoming technical book. What exactly is it about, and what tone does it strike? To answer that, nothing fits better than the preface itself. So, here it is. Enjoy the read!


„Und … was machst du eigentlich genau?“

Wenn ich für jedes Mal, wenn ich diese Frage gehört habe, einen Euro bekommen hätte, müsste ich dieses Buch hier nicht schreiben. Die Antwort ist meistens kompliziert. Ich bin kein reiner Software-Entwickler, der den ganzen Tag Code in eine schwarze Konsole hämmert. Ich bin kein reiner Admin, der „Nein“ sagt, sobald jemand einen Server anfassen will.

Ich bin derjenige, der versucht, diese beiden Welten zu vereinen, ohne dass dabei das Gebäude abbrennt.

Dieses Buch ist aus einer Reihe von Diskussionen entstanden. Diskussionen mit Managern, die den „Traum vom Knopfdruck“ träumen, aber nicht verstehen, warum das Arbeit kostet. Und Diskussionen mit Kollegen – nennen wir sie „Gerd“ –, die Dinge seit Jahren so machen, wie sie sie eben machen („Under-the-Desk“, auf Zuruf, schnell mal eben gefixt).

Ich kenne diesen Drang. Ich patche selbst gerne mal einen Kernel oder baue schnell etwas um, weil ich weiß, wie es geht. Aber ich habe gelernt: Was in einem kleinen Team als „sympathisches Chaos“ funktioniert, wird ab einer gewissen Größe zum Risiko.

Deshalb ist dieses Buch keine technische Bibel. Du wirst hier nicht lernen, wie man die perfekte YAML-Datei schreibt. Dieses Buch ist für „Anton“. Anton ist der Junior-Entwickler, der Angst hat, etwas kaputtzumachen. Anton ist der Geschäftsführer, der wissen will, warum das Ticket so lange dauert. Anton ist jeder, der verstehen will, wie moderne IT-Arbeit funktioniert, ohne an Bürokratie zu ersticken.

Wir reden hier nicht über starre Prozesse, die in Stein gemeißelt sind. Prozesse sind der Tod der Individualität. Wir reden über Leitplanken. Ich möchte dir zeigen, wie du Leitplanken aufstellst – sei es durch ein Ticket-System, durch Git oder eine CI/CD-Pipeline. Innerhalb dieser Leitplanken darfst du rasen, experimentieren und Fehler machen. Dafür sind sie da. Sie verhindern nur, dass du in den Abgrund stürzt.

DevOps ist der Tisch, an den wir uns alle setzen müssen. Also, nimm Platz. Sorgen wir dafür, dass am Ende Software rauskommt, mit der alle leben können.

Soeren Merkert-Zapf