Raus aus dem Schatten – Ein Buch sucht seinen Weg: Autor auf Verlagssuche

Übersetzungen: EN

Lange Zeit war es nur ein Rauschen. Ein Wirrwarr aus Stimmen, Bildern von grauen Dorfplätzen und dem gleißenden Licht einer großen Bühne. Jetzt hat das Rauschen eine Form angenommen. Der Preis des Applauses ist fertiggestellt. Es fühlt sich an, als hätte ich Leo und Max monatelang auf ihrem schmerzhaften Weg begleitet, jeden blauen Fleck und jeden Triumph dokumentiert, genau wie Klaus es im Buch tut. Ich habe gesehen, wie aus Rivalität Freundschaft wurde und wie aus zwei Einzelkämpfern eine Einheit wuchs, die sich gegen die Erwartungen der Welt stellt.

Klartext: Warum mein Manuskript zu 100 % handgemacht ist

Übersetzungen: EN

Als Informatiker lebe ich in einer Welt aus Logik, Algorithmen und Code. Ich sehe jeden Tag, wie rasend schnell sich Technologien weiterentwickeln, und künstliche Intelligenz ist aus der modernen IT nicht mehr wegzudenken. Sie ist ein brillantes Werkzeug, um Prozesse zu automatisieren und komplexe Probleme zu lösen.

Doch genau weil ich diese Welt so gut kenne, ziehe ich eine absolute, unüberwindbare Grenze zu meiner anderen großen Leidenschaft: dem Schreiben.

Die Maschine schreibt nicht mit Um es ganz deutlich zu sagen und gar nicht erst Raum für Spekulationen zu lassen: Ich nutze für meine Texte keinerlei KI. Kein ChatGPT, kein Gemini, keine versteckten Algorithmen, die mir Plots ausspucken oder Dialoge schreiben. Alles, was in meinem Manuskript steht, stammt zu 100 Prozent aus meiner eigenen Feder – und meinem eigenen Kopf.

Einreichung

Übersetzungen: EN

Ich habe es getan. Nachdem ich das Manuskript noch gefühlte hundertmal gelesen und unzählige Sätze umgestellt habe, ging die E-Mail an die Agentur raus. Auch das Exposé und die Vita haben mich ewig aufgehalten, bis ich wirklich zufrieden war. Aber jetzt ist das Paket weg. Ab sofort heißt es: Warten und hoffen.

Ich weiß nicht, wie vertraut ihr mit dem Konzept des Busy Beaver seid. Um es kurz zu machen: Es ist ein Gedankenexperiment aus der theoretischen Informatik. Man weiß bei einer solchen Maschine vorher nie, ob sie irgendwann einen Output liefert (also anhält) oder unendlich weiterläuft. Genau so fühle ich mich gerade. Die Agentur kommt intern natürlich zu einem Ergebnis – aber ich weiß nicht, ob dieser Output jemals mein Postfach erreicht, oder ob ich hier einfach für immer in einer endlosen Warteschleife hänge.

Snippet: Leos und Max' verbotener Döner

Übersetzungen: EN

Leo und Max haben eine Grenze erreicht. Eine Grenze, die jeder kennt. Eine Grenze, die unweigerlich kommt, wenn man etwas mit jeder Faser seines Körpers liebt.

„Ich halt’s nicht mehr aus“, sagte Max am Samstagnachmittag, als sie nach dem Training aus dem Gemeindehaus traten. „Ich kann kein einziges Plié mehr sehen. Ich brauch mal was anderes, und wenn es nur für einen kurzen Moment ist.“

Leo nickte nur stumm. Die Freude am Tanz war für einen Moment einer tiefen, grauen Müdigkeit gewichen.

Vorwort

Übersetzungen: EN

Ich dachte mir, ich gewähre euch mal einen kleinen Einblick in mein geplantes Fachbuch. Worum geht es genau und welchen Ton schlage ich an? Um das zu beantworten, eignet sich nichts besser als das Vorwort. Hier ist es also. Viel Spaß beim Lesen!


„Und … was machst du eigentlich genau?“

Wenn ich für jedes Mal, wenn ich diese Frage gehört habe, einen Euro bekommen hätte, müsste ich dieses Buch hier nicht schreiben. Die Antwort ist meistens kompliziert. Ich bin kein reiner Software-Entwickler, der den ganzen Tag Code in eine schwarze Konsole hämmert. Ich bin kein reiner Admin, der „Nein“ sagt, sobald jemand einen Server anfassen will.

Die trügerische Ruhe

Übersetzungen: EN

Dass es hier auf dem Blog in den letzten Wochen so ruhig war, lag definitiv nicht an mangelnder Motivation. Die Prioritäten mussten sich nur vorübergehend verschieben. Neben dem Schreiben bin ich ja hauptberuflich Informatiker – ein Job, den ich wirklich gerne mache. Aktuell fordert dort ein großes Projekt meine volle Aufmerksamkeit.

Wir bauen keine simplen Skripte, sondern ziehen eine komplexe Architektur hoch. Das Faszinierende daran: Es ist dem Schreiben eines Buches verdammt ähnlich. Alles muss ineinandergreifen, der rote Faden muss stimmen und die Struktur muss tragen. Und genau wie beim Schreiben gibt es auch in der IT diesen einen Moment: Auf dem Papier sieht die Idee brillant aus – in der Realität schaut man auf das Ergebnis und denkt sich nur: Zurück ans Reißbrett.

Die Internetseite

Übersetzungen: EN

So langsam habe ich meine Internetseite fertig. Die Technik steht. Aber ich feile immer noch an der Geschwindigkeit. Mein Ziel war und ist es, die Ladezeit so gering wie möglich zu halten. Nichts ist schlimmer als Seiten, die 20 oder 30 Sekunden laden müssen und dann immer noch nicht fertig sind.

Das heißt auch – und davon bin ich ein absoluter Fan –, jegliches Bloat-Zeug gar nicht erst zu verwenden. Also kein CMS, keine Cookies, kein PHP. Wenn etwas berechnet werden muss, soll der Besucher alles unter Kontrolle haben können. Klar, ein bisschen CSS und JavaScript ist notwendig, aber eben keine Sachen, die der Server berechnen muss. Und was mir absolut wichtig war und ist: keine Cookies. Ich freue mich, wenn ihr das lest, aber ich will euch nicht kontrollieren oder – noch schlimmer – ausspionieren. Wer so etwas macht, hat kein Vertrauen in sich und, noch schlimmer, in seine Leser.

5000 Wörter und ein toter Hamster

Übersetzungen: EN

Geht es nur mir so? Gestern war ich im Tunnel. 5000 Wörter. Einfach so runtergeschrieben. Natürlich ist das Ding noch löchriger als ein Schweizer Käse und die Story wackelt noch, aber der Kern ist da. Ich weiß jetzt endlich, was die Charaktere wollen: Sie wollen nicht nur ein Leben, sie wollen alle. Mal abtauchen ins Milieu, dann wieder High Society. Sie wollen ihre Identitäten wechseln wie andere Leute ihre Unterwäsche.

Projekt Nr. 4: Die Verlockung der weißen Seite

Übersetzungen: EN

Ihr kennt das: Du schaust fern, liest einen Artikel oder gehst einfach nur durch die Gegend – und plopp – hast du eine neue Idee für einen Plot. Das Problem: Er passt nirgends in deine aktuellen Bücher rein. Weder zu den Tänzern, noch in die Dystopie, noch in den Serverraum.

Was ist also die einzig logische (und vollkommen unvernünftige) Konsequenz? Genau: Man fängt ein neues Buch an. Eine neue Welt, neue Charaktere, völlig ohne eine Vergangenheit, die schon in Stein gemeißelt ist. Du schreibst einfach drauf los und der Charakter entscheidet selbst, wer er sein will.

Vom Kater, Code und der zweiten Runde Gold

Übersetzungen: EN

Der Plan heute früh war simpel: Nach der morgendlichen Katzen-Olympiade noch schnell eine Runde Schlaf nachholen. Tja. Wollen und Machen sind leider zwei völlig verschiedene Betriebssysteme. Aber gut. Dafür hat der Kater den restlichen Tag im Koma verbracht. Verstehe ich vollkommen – Spitzenathleten brauchen schließlich ihre Regenerationsphasen. Ich hingegen durfte arbeiten. Ein bisschen Denken, ein bisschen Python, ein bisschen RabbitMQ durch die Gegend schubsen. Irgendjemand muss die Dosen ja bezahlen.